Viel wird über die Folgen von Künstlicher Intelligenz (KI) diskutiert. Vielleicht sind auch in Ihrem Betrieb schon einige KI-Anwendungen aktiv. Was werden langfristig die Folgen sein? Mehr Produktivität und damit weniger Arbeitskräfte? Um diese Fragen zu beantworten, braucht es eine KI-Risikoabschätzung aus Sicht des Betriebsrats. Ihr Ziel ist immer, Arbeitsplätze zu erhalten – auch wenn dafür viele Beschäftigte ihre Komfortzone verlassen müssen.
Gute Argumente allein sind kein Garant für erfolgreiche Gespräche. Das muss nicht am Unwillen Ihrer Gesprächspartner liegen – vielleicht können sie Ihre Argumente nicht richtig aufnehmen. Oder sie sind noch nicht bereit, sich überzeugen zu lassen. Beides können Sie mit der geschickten Verknüpfung von Argumenten und Emotionen fördern.
Das Ansehen und die Relevanz des Betriebsrats hängen stark davon ab, dass möglichst viele Arbeitnehmer zur Wahl gehen. Schwören Sie sich jetzt im Betriebsrat auf das Ziel einer möglichst hohen Wahlbeteiligung ein. Die Kunst dabei ist es, die Belegschaft mit überschaubaren zeitlichen Ressourcen möglichst passgenau zu erreichen.
Im Frühjahr finden die regulären Betriebsratswahlen statt. Viele erfahrene Betriebsräte und Wahlvorstände halten das für einen Routinevorgang, doch lauern bei Einzelthemen wie einer rechtssicheren Betriebsabgrenzung oder Fragen des Wahlverfahrens und der Wahlberechtigung einige Fallstricke. Wer den Wahlvorgang so rechtssicher wie möglich gestaltet, entzieht späteren Anfechtungen die Rechtsgrundlage.
Automatisierung und Digitalisierung sind wesentliche Ursachen für eine immer stärkere Arbeitsverdichtung. Diese erzeugt Druck und Stress und kann zur Arbeitsunfähigkeit führen. Die Entwicklung lässt sich nicht aufhalten. Wenn Betriebsräte jedoch prüfen, was Arbeitsverdichtung konkret auslöst, finden sich Ansatzpunkte, die Situation für die Beschäftigten zu verbessern.
Neben dem Arbeitgebergespräch und den Ausschüssen ist der Arbeitsschutzausschuss (ASA) ein wichtiges Forum, über das der Betriebsrat Einfluss nehmen kann. Doch viel zu oft herrscht im ASA vor allem quälende Routine, und nichts bewegt sich. Sorgen Sie dafür, dass dieser Ausschuss die Bedeutung bekommt, die er verdient.
Wenn Beschäftigte länger als sechs Wochen krank sind, muss der Arbeitgeber ein BEM-Verfahren anbieten. Viele Arbeitgeber erledigen dies durch ein Formblatt, das sie den Betroffenen schicken. Dabei gibt es ein bewährtes Vorgehen, mit dem häufig oder lange Zeit erkrankte Arbeitnehmer wieder in den Arbeitsprozess eingegliedert werden können: das Hamburger Modell.
In vielen Betrieben geht angesichts Künstlicher Intelligenz (KI) die Angst vor Jobverlust um. Gleichzeitig berichten immer wieder Betriebsräte, dass die großen Veränderungen durch den KI-Einsatz noch auf sich warten lassen – insbesondere ist noch wenig von Kündigungswellen zu sehen. Offensichtlich ist KI keine Revolution, sondern ein schleichender Prozess, den Sie als Betriebsrat pragmatisch begleiten können.
In vielen Betrieben gibt es neben dem lokalen Betriebsrat einen Gesamt- oder Konzernbetriebsrat. Dies kann für den Betriebsrat unterstützend sein, da viele Entscheidungen Unternehmensleitungen treffen, die nicht im Betrieb ansässig sind. Auf der anderen Seite ist es für lokale Betriebsräte ärgerlich, wenn sie für den Betrieb wichtige Themen nicht angehen dürfen. Dabei ist eine gute Zusammenarbeit essenziell für eine erfolgreiche Arbeitnehmervertretung.
Zum Streiten gehören bekanntlich immer mindestens zwei. Doch was tun, wenn Arbeitgebervertreter oder Betriebsratskollegen, mit denen Sie im Konflikt stehen, einfach nicht reagieren? Um Bewegung in die festgefahrene Situation zu bringen, ist eine sorgfältige Analyse der Hintergründe unerlässlich. Dabei ist wichtig: Schweigen kann viele verschiedene Bedeutungen haben – und wird leicht falsch interpretiert.
Bei Arbeitszeitbetrug denken die meisten an Beschäftigte, die sich vom Arbeitsplatz entfernen oder im Home-Office Haushaltsarbeit erledigen. Doch auch Arbeitgeber tricksen bei der Arbeitszeit, um Kosten zu senken: Sie unterschlagen Überstunden, runden Stunden ab oder lassen Pausen durcharbeiten. Betroffene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind oft ratlos. Ein klarer Fall für die Betriebsratsberatung.
Hochqualifizierte Beschäftigte, Menschen aus anderen Kultur- und Sprachräumen oder Arbeitnehmer im Außendienst: Das sind Beispiele für Zielgruppen, die Betriebsräte oft nur schwer erreichen können, und die bei Wahlen und Projekten unterrepräsentiert sind. Das wiederum schwächt den Betriebsrat. Die gute Nachricht: Das lässt sich ändern.
Oft arbeiten Betriebsräte jahrzehntelang mit ihren Ansprechpartnern seitens der Geschäftsführung zusammen: Sie sind ein eingespieltes Team, beide Seite wissen, was sie voneinander zu halten und zu erwarten haben. Wenn dann ein Arbeitgebervertreter oder der Inhaber in den Ruhestand geht, ist das für den Betriebsrat eine Zeitenwende mit Chancen und Risiken – erstere gilt es zu nutzen, letztere zu vermeiden.
Viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer fühlen sich vor einer Kündigung sicher, wenn sie krank sind. Was viele nicht wissen: Kündigungen sind nicht nur trotz, sondern auch wegen einer Erkrankung möglich. In vielen Fällen können sich Betroffene jedoch wirksam wehren.
Wären Sie als Betriebsratsmitglied gern wirksamer und erfolgreicher? Versuchen Sie es jetzt mit Selbstcoaching und arbeiten Sie gezielt an Problemen und Potenzialen.
Arbeitgebervertreter, Arbeitnehmende, Betriebsräte, Gewerkschaften und Führungskräfte haben eines gemeinsam: Sie streiten untereinander und mit anderen. Die Ursachen sind so vielfältig wie die Konflikte, allerdings machen sich zum Teil Trends in der Arbeitswelt bemerkbar. Wer weiß, was das Thema hinter einem Konflikt ist, kommt der Lösung schon einen Schritt näher.