Wer Mikrofon und Kamera gezielt einsetzt, Blickkontakt über die Kamera herstellt, respektvoll kommuniziert und seine Beiträge klar strukturiert, kann auch über eine Distanz hinweg Nähe, Vertrauen und Professionalität vermitteln. Gerade in der Betriebsratsarbeit entscheidet dies oft darüber, ob digitale Gespräche lediglich Informationsübergaben sind, oder ob es zu einem wirklichen Austausch kommt.
Vielleicht kommt Ihnen das bekannt vor: Betriebsratsvorsitzende und ihre Stellvertretenden stemmen die Hauptlast der Betriebsratsarbeit und müssen bei den anderen Betriebsratsmitgliedern intensiv um Unterstützung werben. Doch das lässt sich ändern: Der Schlüssel des Erfolgs liegt in der Art, wie und welche Aufgaben übertragen werden.
Kennt Ihr Betriebsrat keine Grenzen und ist für alles zuständig? Das ist gefährlich, denn angesichts der vielfältigen Herausforderungen, und geringen Ressourcen, droht Überforderung. Wer als Betriebsrat wirksam sein will, muss vor allem eines tun: Sich klar positionieren. Jetzt nach den Wahlen ist ein günstiger Zeitpunkt für eine Neupositionierung gekommen.
Manche Betriebsratsteams wirken „chaotisch“, weil die Betriebsratsmitglieder immer wieder andere Aufgaben wahrnehmen und in unterschiedlicher Zusammensetzung zusammenarbeiten. Dennoch sind sie oft erstaunlich erfolgreich. Das Erfolgsrezept: Die Stärken und Schwächen der einzelnen Mitglieder werden nicht nur handlungsorientiert, sondern auch hinsichtlich Kommunikation und Wissen gesehen.