Fällt ein Mitarbeiter wegen Krankheit langfristig oder immer wieder für kurze Zeit aus, bleibt kaum ein Arbeitgeber untätig. Die Palette der Maßnahmen reicht von den klassischen Rückkehrgesprächen über das betriebliche Eingliederungsmanagement bis hin zur personenbedingten Kündigung. In all diesen Fällen kann Ihre Beteiligung sehr hilfreich sein. Sorgen Sie deshalb frühzeitig dafür, dass Sie einbezogen werden.

Phasen und Maßnahmen im Überblick

Eine Angestellte erleidet einen schweren Motorradunfall und ist daraufhin arbeitsunfähig krank. Insgesamt fehlt sie für 15 Monate. Was passiert nun? Zunächst einmal ruht nach der sechswöchigen Entgeltfortzahlung das Arbeitsverhältnis und die Mitarbeiterin bezieht Krankengeld. Somit entstehen für den Arbeitgeber keine finanziellen Belastungen mehr. Eine „Aussteuerung“ (siehe Kasten unten) durch die Krankenkasse findet nicht statt. Der Arbeitgeber wird nun zunächst Rückkehrgespräche führen und Maßnahmen im Rahmen des betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM) ergreifen. Lässt sich der Ausfall der Mitarbeiterin nicht mehr überbrücken, kann der Arbeitgeber noch während der Genesungsphase eine krankheitsbedingte Kündigung in Betracht ziehen.

Was ist die „Aussteuerung“?
Bei der Aussteuerung lassen die Krankenkassen die Zahlung des Krankengeldes auslaufen. Dies ist beispielsweise der Fall bei langjähriger Arbeitsunfähigkeit, deren Ende nicht absehbar ist. Die Krankenkasse zahlt für die gleiche Krankheit innerhalb eines Zeitraums von drei Jahren für maximal 78 Wochen Krankengeld. Nach der Aussteuerung kann der betroffene Arbeitnehmer unter Umständen die Zahlung von Arbeitslosengeld oder eine Rente beantragen.

Das Rückkehrgespräch

In den meisten Betrieben wird ein so genanntes Rückkehrgespräch geführt, wenn ein Mitarbeiter nach langer Krankheit zurück kommt. Für den Verlauf dieser Gespräche gibt es keine gesetzliche Grundlage. In manchen Betrieben werden sie formalisiert geführt, in anderen eher ungezwungen.

 
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